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MPU-Lexikon

Auf dem Gebiet der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) hat sich eine Sprache mit vielen Fachbegriffen entwickelt, die ein Außenstehender kaum noch versteht. Aus diesem Grund hier ein kleines MPU-Lexikon, das keinen Anspruch erhebt, vollständig zu sein.


AAK
Atemalkohol-Konzentration Alkoholkonzentration (in mg/l gerechnet)     

Abstinenz bei Alkohol
Abstinenz ist der völlige Verzicht vom Alkohol. Der Nachweis der Abstinenz kann mittels EtG-Werte im Rahmen eines Screening-Programms geführt werden (vgl. Abstinenz bei Alkohol). Eine Abstinenz ist bei der MPU oft gefordert, um die Eignungsbedenken der Straßenverkehrsbehörde auszuräumen.

Abstinenznachweis bei Alkohol
Bei dem Abstinenznachweis bei Alkohol gibt sich der MPU-Gutachter immer weniger (oder gar nicht mehr) mit der Vorlage von Leberwerten zufrieden!
Es gibt folgende "neue" Verfahren der Labordiagnostik, mit denen Sie Ihre Alkoholabstinenz bei der MPU nachweisen können und auch sollten (müssen)!!
1. Urinuntersuchung auf Etylglucuronid (EtG)
2. Haaruntersuchung auf Etylglucoronid (EtG)

Die Screening-Programme  (EtG) unterliegen strengen Maßstäben. Deshalb sollten Sie diese nur beim Gesundheitsamt oder zugelassenen BfF-Stellen (TÜV, AVUS, BAD, PIMA oder DEKRA) durchführen lassen!! Am besten sprechen Sie dies mit Ihrer Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle) ab. Keinesfalls sollten Sie diese Tests - wie oft angeboten wird - von irgendwelchen selbsternannten MPU-Vorbereiter  machen lassen!

Abstinenznachweis bei Drogen
vgl. Drogenscreenings.

Akteneinsicht vor der MPU
Wichtig ist zu wissen, was alles in Ihrer Führerscheinakte steht. Manchmal wird die Akte durch den Sachbearbeiter bei der Fahrerlaubnisbehörde ohne Prüfung von evtl. Verjährungsfristen zur MPU-Untersuchungsstelle gesandt.

Bevor Sie der Fahrerlaubnisbehörde Ihr Einverständnis geben, Ihre Akte an den MPU-Gutachter (MPI-Stelle) zu senden, sollten Sie oder Ihr Rechtsanwalt Einsicht in Ihre Akte nehmen und prüfen, ob Teile dieser dem Verwertungsverbot (Verjährung) unterliegen.
Wenn dies der Fall sein sollte, bitten (fordern) Sie höflich, dass diese Teile aus Ihrer Akte genommen werden.

Alkoholabbau
Die stündliche Abbauquote liegt bei ca. 0,1 - 0,2 Promille, durchschnittlich bei 0,15 Promille. Ein Autofahrer sollte, wenn er Alkohol getrunken vorsichtshalber immer mit 0,1 Promille Abbauzeit rechnen, denn niemand weiß genau, wie viel er abbaut!

Alkoholabusus
Alkoholabusus oder Alkoholmissbrauch: der Alkoholkonsum ist hier über eine längere Zeit gesteigert, wobei die Trinkmengen so erheblich sind, dass es zu Schädigungen an der Leber oder anderen Organen des Körpers oder zu einer Veränderung der Persönlichkeit kommen kann.
Alkoholmissbrauch führt früher oder später zur Selbstzerstörung!

Alkoholmissbrauch und MPU
vgl. Alkoholabusus

Alkoholproblem und MPU
Bei der MPU wird von einem Alkoholproblem gesprochen, wenn es dem Betroffenen nicht gelingt seinen Alkoholkonsum bzw. seine Trinkgewohnheiten dauerhaft und hinreichend zu kontrollieren.

Amphetamin
Hochwirksames Anregungs- und Aufputschmittel - sehr gefährlich, es besteht auch Suchtgefahr!

Bagatellisierung bei der MPU
Ein Beispiel: Der MPU-Psychologe stellt Fragen wie „wie kam es zu dem Delikt? Sehen Sie im Nachhinein die alkoholisierte Fahrt als gefährlich an? Waren Sie Ihrer Meinung nach noch fahrtüchtig?“
Oft wird dann vom Prüfling bei der MPU die Sache harmlos dargestellt: „Das war ja gar nicht so schlimm, ich habe noch gut Auto fahren können, ich kann einiges vertragen.“
Das Bagatellisieren des früheren Verhaltens sieht der MPU-Gutachter als sehr ungünstig.

BAK
Blutalkoholkonzentration (Promille Alkohol im Blut).
Beispiel: Jemand hat eine Promille, d.h., dass 1 Gramm Alkohol in 1000 Gramm Körpergewebe enthalten sind.

BASt
Bundesanstalt für Straßenwesen

BfF
Begutachtungsstelle für Fahreignung (TÜV, AVUS, BAD, DEKRA etc.)

Blutalkoholkonzentration
vgl. BAK

BtmG
Abkürzung für Betäubungsmittelgesetz

BZR
Abkürzung für Bundeszentralregister

Cannabis
Cannabis ist der Oberbegriff für verschiedene Produkte aus der Hanfpflanze. In der Blüte des Hanfs befindet sich das Harz, dass durch Pressen gewonnen wird, das sogenannte Haschisch.
Marihuana wird aus Zermahlen der Blätter und Blüten gewonnen.
Haschisch ist wesentlich stärker in der Wirkung als Marihuana.

Cannabiskonsum und MPU
Hier wird unterschieden zwischen Probierstadium (experimenteller Konsum) – gelegentlichem und gewohnheitsmäßigem Konsum (regelmäßigem Konsum).

Probierstadium oder experimenteller Konsum von Cannabis
Unter Probierstadium versteht man einen einmaligen, seltenen Konsum oder höchstens einmal im Monat.
Nach §14 Abs.1 der Fahrerlaubnis-Verordnung ordnet die Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle) zwingend ein ärztliches Gutachten an – auch bei nur einmaligem Konsum!
Aber – im Rahmen der Verhältnismäßigkeit kann auch „nur“ ein ärztliches Gutachten  in Form eines Drogenscreenings verlangt  werden, also ein Haar- oder Urintest, mit dem festgestellt wird, ob und in welchem Umfang in der Vergangenheit Drogen konsumiert wurden.

Gelegentlicher Konsum von Cannabis
Gelegentlicher Konsum heißt hier mehrmals im Monat.
Hier kann bereits die Beibringung einer MPU verlangt werden, wenn anhand von konkreten Diagnosen Zweifel an der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges bestehen, z.B. keine Trennung von Konsum und Fahren.

Gewohnheitsmäßiger Konsum von Cannabis
Wenn der Konsum oft oder fast täglich erfolgt, ist die MPU zwingend notwendig!

Je nach fortgeschrittener Drogenproblematik können bis zu 12 Monaten oder auch länger Nachweise einer Drogenabstinent gefordert werden!

CDT-Wert
Ein besonderer Wert bei den so genannten Alkoholmissbrauchsmarken (kohlehydratdefizientes Transferrin).

CTU
Abkürzung für Chemisch-Toxikologisch-Untersuchung.

Depplertest
Im Volksmund wird die MPU oft Depplertest oder Idiotentest genannt.

Drogen und MPU - Klassifizierung nach harten und weichen Drogen?
Eine Klassifizierung nach harten und weichen Drogen ist mehr oder weniger willkürlich und wird zu Recht kritisiert.
Zu den harten Drogen zählte man u.a. Heroin, Kokain, Crack, Amphetamine, Ecstasy,
LSD und psychoaktive Pilze.
Zu den weichen Drogen zählte man Cannabis (Haschisch und Marihuana), Alkohol, Tabak etc. Wie willkürlich und überholt diese Einteilung diese Einteilung ist, sieht man am folgenden Beispiel: Zu den harten Drogen zählt LSD. Trotz aller Gefährlichkeit dieser Droge macht sie aber nicht abhängig. Zu den weichen Drogen zählte man Haschisch. Diese Droge macht aber bei längeren Konsum körperlich und vor allem geistig-seelisch abhängig.
Die sogenannten weichen und gesellschaftlich akzeptierten, nicht illegalen Drogen wie Alkohol und Nikotin fordern heute bei uns bei weitem, die meisten Todesopfer!

Drogenscreenings
Drogenscreenings werden bei oder für die MPU gemacht, damit eine Drogeneinnahme/ Konsum ausgeschlossen werden kann.
Unter Drogenscreenings versteht man Tests, die wie Filter oder Netz (Screen) die Menschen herausfiltern sollen, die Drogen konsumieren.
Die Untersuchung von Blut und Urin sind am gängigsten. Für einen längerfristigen Zeitraum werden vor allem die Haare der Untersuchung zugeführt.

Einstellungsänderung
vgl. hier MPU-Therapie

Ecstasy (MDMA)
Ecstasy ist eine Sammelbezeichnung für stimulierende synthetische Drogen.
Ecstasy oder Englisch XTC wird in illegalen Laboren oder „Hexenküchen“ hergestellt.
Ecstasy kann zum Ausbruch von Psychosen (Geisteskrankheiten) führen, bedrohliche   Ängste,   Neigung   zum   Selbstmord,   Panikattacken,   Leber-   und Nierenversagen. Bleibende Schäden am Nervensystem möglich. Bei Versuchen mit Tieren sind bei erhöhten Dosen von  MDMA schon bleibende Schäden festgestellt worden!!!! Die tödliche Dosis beim Menschen kann schon bei 120 – 200 mg liegen! Schon der Konsum von einigen Tabletten kann zu nicht mehr gut zu machenden Hirnschäden/ Gedächtnisstörungen führen.

EtG
EtG (Ethylglucuronid) ist ein Abbauprodukt von Alkohol (vgl. hier auch Abstinenznachweis bei Alkohol).

Exploration bei der MPU
Der MPU-Gutachter will bei der Exploration wissen, ermitteln, welche psychischen (geistig, seelische) Vorgänge bei Ihnen ablaufen. Man könnte das Wort Exploration auch vielleicht mit Interview übersetzen.
Die Exploration ist für die meisten der wichtigste Teil der gesamten MPU-Prüfung und dauert in der Regel zwischen 40 und 60 Minuten. Die Dauer des Explorationsgespräches ist kein Indikator für ein positives oder negatives MPU-Gutachten.

Fragebögen bei der MPU
Bei der MPU sind fast immer Fragebögen auszufüllen. Beim TÜV füllt man zum Beispiel den MPU-Fragebogen meist "vor Ort" aus, also während der MPU. Die AVUS indessen sendet den Fragebogen vor der MPU den Betroffenen vorab nach Hause, damit man diesen MPU-Fragebogen in Ruhe ausfüllen kann.
Die MPU-Fragebögen dienen dem MPU-Gutachter dazu, einen ersten Eindruck vom Betroffenen zu bekommen und sind auch oft die erste Grundlage für seine Fragen für das MPU-Gespräch (Exploration). Zudem dienen sie dem MPU-Gutachter dazu, evtl. Widersprüche zwischen den schriftlichen Antworten und dem mündlichen Angaben aufzudecken.
vgl. MPU-Informationen - Fragebögen

Fragestellung bei einer MPU
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) befasst sich mit unterschiedlichen Auffälligkeiten, so zum Beispiel mit Alkohol, Punkten, Drogen, Straftaten oder Medikamentenmissbrauch.           

Die Untersuchungsstellen (BfF) haben nun die Aufgabe von der Verwaltungsbehörde (Fahrerlaubnisbehörde) bekommen, diese Auffälligkeiten unter folgenden Fragestellungen (Gesichtspunkten) zu prüfen:

Die Fragestellung bei Alkohol könnte so gestaltet sein:
„Ist zu erwarten, dass der Untersuchte auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird und / oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges in Frage stellen?“

Die Fragestellung für „Drogenkonsumenten“ könnte so gestaltet sein:
„Ist zu erwarten, dass der Untersuchte auch künftig ein Kraftfahrzeug unter Drogeneinfluss führen wird und/ oder liegen als Folge eines Drogenkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs in Frage stellen?“

Die Fragestellung für „Punktesammler“ könnte so gestaltet sein:
„Ist zu erwarten, dass der Untersuchte auch zukünftig erheblich gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen verstoßen wird?“

Die Fragestellung bei Straftaten könnte so gestaltet sein:
"Ist aufgrund der Straftaten zu erwarten, dass der Untersuchte auch gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen verstoßen und / oder künftig allgemeine Straftaten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begehen wird?"

Die Fragestellung bei einem hohen Aggressionspotential könnte so gestaltet sein:
"Ist trotz der Anhaltspunkte für ein hohes Aggressionspotential (Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung) zu erwarten, dass Frau xxx die körperlichen und geistigen Anforderungen an das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs der Gruppe ... im Verkehr erfüllt?"

Die Fragestellung bei Gesundheitsstörungen oder Krankheit könnte so gestaltet sein:
"Liegt bei dem Untersuchten eine Gesundheitsstörung oder Krankheit vor, die für die Eignung erheblich ist"
"Kann der Untersuchte trotz Gesundheitsstörung oder Krankheit ein Kraftfahrzeug der Klasse B ... führen?"

Fahreignungsbegutachtung
vgl. MPU

Gamma-GT
vgl. Leberwerte

GOT
Vgl. Leberwerte

GPT
vgl. Leberwerte.

Harte Drogen - Weiche Drogen
vgl. MPU und Drogen

Haschisch
vgl. Cannabis

Idiotentest
Im Volksmund wird die MPU oft abfällig Idiotentest genannt.

KBH
Kraftfahrt Bundesamt

Kokain
Kokain wird je nach Verarbeitung auch als Koks, Schnee, Coke, Crack oder als Rocks bezeichnet und galt lange Zeit als reine Droge der „Schikeria“.
Kokain – ein weißes, bitter schmeckendes Pulver – ist heute der wohl weltweit am häufigsten verbreiterte psychoaktive Pflanzenstoff.

Kontrolliertes Trinken
Ganz allgemein gesagt, bedeutet kontrolliertes Trinken, sein eigenes Trinkverhalten in Grenzen zu halten.
Um vom problematischen Trinken zum kontrollierten Trinken zu kommen, werden verschiedene Programme  zur Unterstützung angeboten. Gerne gebe ich hier Auskunft!

Kreatinin-Wert bei Urinuntersuchung (Alkohol und Drogen)
Um Manipulationen durch Verdünnung zu erkennen, wird gleichzeitig zum EtG auch der Kreatiningehalt des Urins bestimmt.
Kreatinin ist die Ausscheidungsform von Kreatin und wird durch die Nieren ausgeschieden.
Ist der Kreatinin-Wert zu niedrig, wird davon ausgegangen, dass der Urin stark verdünnt worden ist. Eine EtG-Bestimmung ist somit nicht möglich und das Ergebnis nicht anerkannt!

Leberwerte bei der MPU
Der Alkohol wird zu ca. 95 % durch die Leber abgebaut.
Übermäßiger Alkoholkonsum führt zu einer Überlastung der Leber und eine Schädigung der Leberzellen. Die Folge kann auch sein, dass das „Gift Alkohol“ nicht mehr vollständig abgebaut werden kann.
Der Zustand der Leber kann durch die Leberwerte / Leberfunktionswerte bestimmt werden.
Zum Ausschluss eines körperlich schädlichen Alkoholkonsums werden bei der MPU Leberenzyme (GOT, GPT, Gamma-GT) bestimmt.
                                                                                                                                         
Marihuana
vgl. Cannabis.

Medikamentenmissbrauch und MPU
vgl. hier MPU-Therapie und Medikamentenmissbrauch

MPI
Abkürzung für Medizinisch-Psychologisches Institut

MPU
Abkürzung für Medizinisch-Psychologische -Untersuchung.

MPU-Beratung
vgl. MPU-Vorbereitung

MPU-Beratungsprogramm
vgl. MPU-Literatur

MPU-Durchfallquoten
Die Durchfallquoten aller Anlassgruppen (Alkohol, Punkte, Drogen, Mindestalter etc.) bei der MPU lagen im Jahr 2009  bei
  •  50,81 % positive MPU-Gutachten
  •  12,92 % negative MPU-Gutachten mit Kurszuweisung
  •  36,27 % negative MPU-Gutachten
Die oben angegebenen 12,92 % könnte man auch als „bedingt positiv“ bezeichnen. Hier wird eine Empfehlung zur Teilnahme an einen Kurs zur Wiederherstellung der Fahreignung nach § 70 Fahrerlaubnisverordnung ausgesprochen. In diesem Fall bekommt man die Fahrerlaubnis nach Teilnahme an einer solchen Maßnahme in der Regel wieder.

Die Zahlen, die manche unseriösen MPU-Vorbereiter in die Welt setzen, z.B. 90 % würden durchfallen, sind deshalb absolut falsch! – man kann dies nur als „Panikmache“ bezeichnen. Diese unseriösen, selbsternannten MPU-Berater oder selbsternannten Verkehrspädagogen schüren noch die Angst vor der MPU, um möglichst viel Geld für eine meist unqualifizierte MPU-Vorbereitung zu verlangen.

MPU-Gutachten
Ein MPU-Gutachten darf nur von einer amtlich anerkannten Untersuchungsstelle (BfF) angefertigt werden. Dieses MPU-Gutachten sagt dann etwas über Ihr (wahrscheinliches) zukünftige Verhalten im Straßenverkehr aus. Dieses MPU-Gutachten dient der Straßenverkehrsbehörde bzw. Ihrer Führerscheinstelle als Grundlage für ihre Entscheidung darüber, ob Sie Ihre Fahrerlaubnis wieder bekommen oder nicht.

MPU-Literatur
Zum Nachlesen und weiteren Aufarbeitung einer MPU-Beratung / MPU-Therapie empfehle ich Ihnen mein Buch "Alkohol? Punkte? Drogen? MPU?".
vgl. MPU-Ratgeber / MPU-Buch

MPU-Ratgeber
vgl. MPU-Literatur.

MPU-Therapie
Oft  ist  es  sinnvoll,  die  Zeit  bis  zur  MPU  zu nutzen und eine erweiterte MPU-Beratung oder MPU-Therapie zu machen.
Ein negatives Gutachten zu bekommen, ist in jedem Fall teurer, als sich bestmöglichst vorzubereiten – von der verlorenen Zeit bei einer negativen MPU bis zur nächsten einmal ganz abgesehen.
Der Führerscheinverlust ist ein harter Einschnitt in Ihrem Leben. Viele haben  deswegen  einen  langen  „Leidensweg“  hinter sich. Trotzdem – die Zeit sollten Sie nicht vordergründig als Strafe betrachten, sondern als Chance zur Veränderung nutzen, oft auch als Chance, das Leben „anders“ einzurichten.
Wenn Sie die Zeit bis zur MPU sinnvoll nutzen, haben Sie eine wesentlich größere Chance, den Führerschein wieder zu bekommen.
Auch erkennt der MPU-Gutachter, dass Sie gewillt sind, Ihr Verhalten zu ändern.
Für eine sinnvolle MPU-Therapie zur Erkennung der Hintergrundbedingungen, die zur Alkoholproblematik, zum verkehrsauffällig gewordenen Verhalten geführt haben, ist oft schon eine Zeit von 8-12 Stunden ausreichend.
In einer MPU-Therapie setzt sich der Einzelne mit den Ursachen und Umständen seiner Auffälligkeiten im Straßenverkehr auseinander. Hierbei kommt es zu neuen Erkenntnissen und diese führen so zu Einstellungsänderungen gegen über dem Alkohol, dem Verhalten im Straßenverkehr etc. um so zukünftige Verkehrsauffälligkeiten etc. zu vermeiden.
Diese Einstellungsänderungen sind entscheidend beim MPU-Gespräch. Nur, wenn der MPU-Gutachter diese erkennt, bekommen Sie ein positives MPU-Gutachten!
vgl. auch MPU-Angebote - Therapie

MPU-Vorbereitung
Vorbereitungskurse sind durchaus legitim. Sie dienen auch der Beseitigung irrationaler und deshalb hemmender Ängste der Betroffenen vor der MPU – und sind so auch eine Vorbeugungsmaßnahme im Sinne einer seriösen Vorbereitung auf die MPU-Begutachtung. MPU-Vorbereitungskurse sollten aber nur von seriösen MPU-Fachleuten durchgeführt werden!
vgl. auch MPU-Angebote
Sehr vorsichtig sein sollte man bei MPU-Angeboten, die eine Erfolgsgarantie aussprechen.  Ein Erfolg kann Ihnen niemand versprechen, auch nicht dann, wenn Sie viele tausend Euro dafür hinblättern.
Viele meiner Klienten haben mir auch schon berichtet, dass manche MPU-Vorbereiter mit MPU-Gutachtern zusammen arbeiten, also mit anderen Worten bestechlich seien. Glauben Sie dies bitte nicht!  Wohl kaum ein MPU-Gutachter wird so dumm sein, für ein paar Euro oder für ein paar tausend Euro seine ganze Karriere aufs Spiel zu setzen!
Andere - oft unseriöse MPU-Anbieter - bieten eine "Geld-zurück-Garantie" an. Diese MPU-Anbieter wollen sich meist mit diesem MPU-Angebot eine Qualität (für sehr viel Geld) geben, die meist nicht vorhanden ist - und leider ist es meist so, dass diese Firmen, sollte man ein negatives MPU-Gutachten bekommen, sich mit AGB-Klauseln und Kleingedrucktem aus der Affäre ziehen - also kein Geld zurück!

Normaltrinker
vgl. Kontrolliertes Trinken

Obergutachten bei der MPU
Heute gibt es (seit der neuen Fahrerlaubnisverordnung 1999) nicht mehr in allen Bundesländern Obergutachterstellen.
Das Landratsamt Augsburg (Zugriff am 14.04.2011) führt in seiner Internetseite – ohne Anspruch auf Seriosität, Qualität, Vollständigkeit und Empfehlung - folgende Obergutachtenstellen auf:

  • Institut für Rechtsmedizin der Universität München
    Dr. Michael Bedacht, Obergutachter
    Nußbaumstr. 26, 80336 München, Tel. 089 / 18 07 30 11
  • Institut für Rechtsmedizin der Universität München
    Prof. Dr. W. Eisenmenger, Obergutachter
    Nußbaumstr. 26, 80336  München, Tel. 089 / 18 07 30 11
  • Interdisziplinäres Zentrum für Verkehrswissenschaft an der Universität Würzburg, Prof. Dr. Hans-Peter Krüger, Obergutachtenstelle
    Röntgenring 11, 97070 Würzburg, Tel. 0931 / 31 26 53
  • Dr. Dieter Spazier, Obergutachter
    Pelargonienweg 16, 22549 Hamburg, Tel. 040 / 800 36 18
  • Prof. Dr. Egon Stephan, Obergutachter
    Mundenheimer Str. 131, 67061 Ludwigshafen, Tel. 0621 / 58 70 580
     
Pechvogelmentalität bei der MPU
Viele Kraftfahrer glauben, dass nur sie Pech gehabt haben, nur sie erwischt worden sind …“es fahren doch alle alkoholisiert Auto – nur ich habe Pech gehabt!"
Die MPU-Psychologen bezeichnen dies als „Pechvogelmentalität“.

Pilzdrogen (Halluzinogene Pilze)
Pilzdrogen mit psychoaktiven Wirkstoffen sind seit Jahrtausenden bekannt und werden vor allem bei rituellen Handlungen genommen. Oft galten solche Pilze als „Zauberdrogen“. Südamerikanische Indianer glaubten auch, dass der Geist „Gottes“ in den Pilzen wohne. Auch wenn es sich bei den Pilzen um Naturprodukte handelt, fallen diese unter das Betäubungsmittelgesetz und sind demnach illegale Drogen. Aktuell sind Pilze (Magic Mushrooms) auf der Partyszene und bei der New Age Bewegung beliebt.

Promille (o/oo)
vgl. BAK

Punktesammler
vgl. MPU-Beratung bei Punkten      oder
vgl. MPU-Therapie bei zuviel Punkten

Resorptionsdefizit
Mit dem Resorptionsdefizit bezeichnet man den Teil des getrunkenen Alkohols, der gar nicht in den Blutkreislauf gelangt und einfach „durchfließt“ und sich demnach auch nicht auf eine messbare BAK (Blutalkoholkonzentration) auswirkt.
Das Resorptionsdefizit beträgt ca. 10 – 30 Prozent.

Selbsthilfegruppe
Eine der häufigsten Empfehlungen der MPU–Gutachter bei negativen Gutachten bzw. negativer Empfehlung gegenüber der Führerscheinbehörde ist die, dass der Betroffene fachliche Hilfe in Anspruch nehmen soll, also etwa die therapeutische Hilfe einer Beratungsstelle, die Hilfe eines niedergelassenen Therapeuten in einer Einzelpraxis und/oder die Hilfe einer Selbsthilfegruppe wie z.B. eine Gruppe abstinent lebender (ehemaliger) Alkoholiker, z.B. die „Anonymen Alkoholiker“ etc.

Speed
Szenename für Amphetamine

Straftäter und MPU
vgl. hier Individuelle MPU-Beratung bei Straftätern

Suchtverlagerung
Mit Suchtverlagerung wird gemeint, dass zum Beispiel der Drogenkonsument seinen Konsum auf die legale Droge Alkohol verlagert.

Testpsychologische Methoden bei der MPU
Bei den testpsychologischen Methoden wird die psycho-physische Leistungsfähigkeit des "Kunden" bei der MPU ermittelt. Am häufigsten bei der MPU sind hier die Reaktions- und Konzentrationstests vertreten. Intelligenztest gehörten vor 10 -15 Jahren bei vielen MPI-Stellen noch zum Standartprogramm. Diese Intelligenztest werden heute meist aber nur noch in besonders gelagerten Fällen eingesetzt.

Fallen die Tests bei der MPU schlecht aus, erhält der Betroffene Gelegenheit von Nachtests.
vgl. hier Psychologische Leistungstest bei der MPU

THC
Abkürzung für Tetrahydrocannabinol (siehe auch bei Cannabis).

Therapie für die MPU
vgl. MPU-Therapie

Verhaltensbeobachtung bei der MPU
Beobachtung ist eine Bezeichnung für eine zielgerichtete und kontrollierte Wahrnehmung von Objekten, Ereignissen und Prozessen und ist eine grundlegende Methode zur Datengewinnung in den Erfahrungswissenschaften - auf die MPU übertragen die Beobachtung persönlichkeitsspezifischer Verhaltensweisen, Verhaltensstörungen und abnormer Verhaltens- und Erlebnisreaktionen.
Ganz allgemein und verständlicher ausgedrückt kann gesagt werden, dass der MPU-Gutachter bemerken wird, ob Sie unter Stress (z.B. bei den Tests) nervös werden oder gar in Panik geraten, ob Sie sich bewusst selbstsicher geben oder am liebsten ins nächste „Mausloch“ verschwinden würden, ob Ihr Händedruck fest oder kraftvoll ist, feucht, kalt oder warm usw.

Verhaltensänderung
vgl. MPU-Therapie

Weiche Drogen - Harte Drogen
vgl. Drogen und MPU

Widmarkformel
Alkoholgehalt in Promille = (Alkoholmenge in Gramm) / (Körpergewicht x 0,7)

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